Dataflows Gen 1 wird Legacy:

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Unsere Handlungsempfehlungen zum Ende von Power BI Dataflows Gen 1


Microsoft hat am 2. April 2026 offiziell bekanntgegeben, dass Power BI Dataflows Gen 1 den Legacy-Status erhält. Bestehende Gen-1-Dataflows funktionieren zwar weiterhin, aber es wird keine neuen Features mehr geben und der Support beschränkt sich auf kritische Fehler. Die Zukunft gehört Dataflows Gen 2 auf der Microsoft-Fabric-Plattform.

Für viele unserer Kunden stellt sich nun die Frage: Was muss ich jetzt tun? Als Fabric-Spezialist begleiten wir von der IT-Logix AG Unternehmen seit Jahren bei der Arbeit mit Power BI und Fabric. In diesem Beitrag teilen wir unsere Einschätzung und geben konkrete Empfehlungen für verschiedene Ausgangssituationen.

Was ändert sich konkret?

Dataflows Gen 1 war über acht Jahre ein zuverlässiges Werkzeug für die Datenaufbereitung in Power BI. Mit dem Legacy-Status gilt nun:

  • Keine neuen Features – Alle Weiterentwicklung fliesst ausschliesslich in Gen 2
  • Eingeschränkter Support – Nur noch Behebung kritischer Fehler, sofern sie sicher umsetzbar sind
  • Kein sofortiges Abschalten – Bestehende Dataflows laufen weiter. Power BI Premium-Capacity-Kunden erhalten mindestens 12 Monate Vorlaufzeit vor einer endgültigen Abschaltung
  • Gen 2 erfordert Fabric-Kapazität – Anders als Gen 1 läuft Gen 2 nicht in reinen Pro-Workspaces. Das hat direkte Auswirkungen auf die Lizenzkosten

Gerade der letzte Punkt ist für viele Unternehmen entscheidend: Während für Gen 1 eine Pro-Lizenz genügte, benötigt Gen 2 eine Fabric-Kapazität – was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Wir helfen Ihnen, diese Kosten realistisch einzuschätzen und die für Sie günstigste Option zu finden.

Quelle: Differences between Dataflow Gen1 and Dataflow Gen2 – Microsoft Fabric | Microsoft Learn

Unsere Empfehlung: Vier Szenarien

Je nach Ihrer Ausgangslage empfehlen wir unterschiedliche Vorgehensweisen:

Szenario 1: Sie nutzen bereits Premium oder Fabric

Wenn Sie bereits eine Power BI Premium- oder Fabric-Kapazität im Einsatz haben, ist die Migration technisch unkompliziert. Microsoft stellt mit der Funktion «Save as Dataflow Gen 2» ein einfaches Migrationswerkzeug bereit.

Unsere Empfehlung: Starten Sie die Migration zeitnah, aber planen Sie nicht bloss eine 1:1-Übertragung. Dataflows Gen 2 auf Fabric eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, die Sie nutzen sollten – etwa das Zurückschreiben von Daten in den OneLake oder die Integration mit Lakehouses und Pipelines. Beginnen Sie mit unkritischen Dataflows, sammeln Sie Erfahrungen und migrieren Sie dann systematisch. Prüfen Sie bei jedem Dataflow, ob sich durch kleine Anpassungen ein Mehrwert ergibt (siehe auch Szenario 4).

Quelle: Differences between Dataflow Gen1 and Dataflow Gen2 – Microsoft Fabric | Microsoft Learn

Szenario 2: Sie arbeiten mit Pro oder PPU und planen Fabric

Für Organisationen mit Pro- oder Premium-Per-User-Lizenzen bedeutet der Wechsel zu Gen 2 gleichzeitig den Einstieg in Fabric – und damit eine Veränderung im Lizenzmodell. Wo bisher eine Pro-Lizenz ab CHF 12 pro Monat ausreichte, kommen mit einer Fabric-Kapazität (ab ca. USD 260/Monat für F2) zusätzliche Kosten hinzu.

Unsere Empfehlung: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Gen 1 funktioniert vorerst weiter. Aber die Richtung ist klar. Nutzen Sie die Zeit für eine sorgfältige Evaluation: Welche Fabric-Kapazität brauchen Sie wirklich? Gibt es neben Dataflow Gen 2 allenfalls kostengünstigere Alternativen, etwa Fabric Notebooks oder Pipelines? Wir unterstützen Sie bei der Kostenanalyse und helfen, die wirtschaftlich sinnvollste Lösung zu finden. Die Fabric-Trial-Lizenz bietet zudem eine gute Möglichkeit, den Einstieg risikofrei zu testen.

Szenario 4: Sie möchten Ihre Datenarchitektur grundlegend überdenken

Der Legacy-Status von Gen 1 ist ein guter Anlass, die gesamte Datenarchitektur auf den Prüfstand zu stellen. Möglicherweise sind Dataflows, unabhängig von der Generation, nicht mehr das optimale Werkzeug für Ihre Anforderungen. Fabric bietet mit Lakehouses, Notebooks und Data Pipelines ein umfassendes Ökosystem, das je nach Anwendungsfall besser passen kann.

Unsere Empfehlung: Nutzen Sie den Anlass für ein strukturiertes Architektur-Review. Besonders bei komplexeren ETL-Anforderungen kann eine Neuausrichtung erheblichen Mehrwert schaffen in Bezug auf Performance, Wartbarkeit und Governance. Im Bereich DWH Automation bieten wir sowohl Lösungen von bewährten Drittanbietern wie WhereScape als auch ein Fabric-natives Automation Framework an, mit dem sich Ihre Datenpipelines effizient und skalierbar umsetzen lassen.

Tipp: Hilfsmittel zur Inventarisierung

Microsoft stellt mit Get-PowerBIDataflow ein PowerShell Cmdlet zur Verfügung, mit welchem die Dataflows in der eigenen Umgebung gelistet werden können.

Eine weitere, einfache Möglichkeit, einen automatisierten Überblick über die vorhandenen Dataflows Gen 1 zu bekommen, ist das Tool Measure Killer:

Measure Killer Tenant Analysis

Zusammengefasst: Was Sie jetzt tun sollten

  1. Ruhe bewahren – Gen 1 funktioniert weiter. Sie haben Zeit, aber nicht unbegrenzt.
  2. Inventar erstellen – Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre bestehenden Gen-1-Dataflows.
  3. Kosten verstehen – Wir helfen Ihnen, die finanziellen Auswirkungen eines Fabric-Einstiegs realistisch einzuschätzen.
  4. Fabric kennenlernen – Auch wer heute nicht migriert, profitiert davon, das Ökosystem zu verstehen.
  5. Beratung nutzen – Wir begleiten Sie von der Bestandsaufnahme über die Evaluation bis zur Migration.

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Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Besuchen Sie auch unsere Seite zu Fabric-Lösungen für weitere Informationen zu unserem Angebot.

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