WebIntelligence Templates mit BI 4.2

WebIntelligence ist eines der stärksten und reifsten Produkte im Werkzeugkasten der SAP Frontends. Obwohl SAP nach der Übernahme von Business Objects Probleme hatte, die Datenquellen des SAP BW effizient anzubinden, hat SAP weiter an WebIntelligence festgehalten und stets weiterentwickelt. Mit der Version 4.2 hat es wieder eine Menge Verbesserungen gegeben. In diesem Blogartikel möchte ich darauf eingehen, wie Sie WebIntelligence professionell nutzen und damit Templates erstellen können.

WebIntelligence ist als Standard- und Adhoc-Reporting-Tool positioniert. Im täglichen Betrieb ergeben sich immer wieder Fragestellungen wie:

  1. Kann ich einen bestehenden Report wiederverwenden aber mit anderen Daten?
  2. Kann ich mein Corporate Design nutzen?
  3. Wie kann ich aufwändig gestaltete Diagramme oder Tabellen wiederverwenden?

Im Folgenden will ich Antworten darauf geben:
Zu 1. Um einen bestehenden Report mit neuen Daten zu versehen, muss die Datenquelle ersetzt werden.

Abbildung 1
Ersetzen der Datenquelle
Abbildung 2
Auswahl der neuen Datenquelle
Abbildung 3
Periodisierung der Zuordnung
Abbildung 4
Zuordnungsprobleme beim Zuordnen der Datenfelder

Dies kann allerdings zu Problemen führen, wenn die Datenquellen nicht komplett gemappt werden können und so Metainformationen des Reports verloren gehen.

Als Alternative dazu bietet es sich an, einen Template Report zu erstellen, in dem keine Queryfelder direkt verwendet werden, sondern stattdessen nur mit Variablen gearbeitet wird. Nach dem Ändern der Datenquelle werden dann die Inhalte der Variablen ausgetauscht. So wird verhindert, dass etwa Charts nicht mehr korrekt dargestellt werden können

TemplateVariablen
Generische Variablen ohne Datenanbindung
VariablenEditor
Zuordnung der Queryfelder im Variableneditor

In solch einen Report kann zu Beginn auch mehr Aufwand gesteckt werden, da sich dieser dann immer wiederverwenden lässt, was den Mehraufwand rechtfertigt.

Zu 2. In WebIntelligence kann (in gewissen Grenzen) ein eigenes CSS verwendet werden. Dazu wird das bestehende CSS exportiert und dann angepasst und zurückgespielt. Das CSS kann natürlich auch auf dem Server deployed werden, um es für alle Reports nutzbar zu machen.

Abbildung 5
Anpassen der Dokumenteigenschaften
Abbildung 6
Anpassen des Defaultstyles
Abbildung 7
Export des bestehenden CSS bzw Import nach Bearbeitung
Abbildung 8
CSS Beispiel

Innerhalb des WebIntelligence CSS können keine eigenen Klassen definiert werden, sondern nur die bestehenden angepasst werden (Siehe dazu den User Guide).

Zu 3. Mit der Version 4.2 ergibt sich noch eine weitere Möglichkeit, um über die in 1. vorgestellte Variante hinaus Elemente eines Reports wiederverwenden zu können.
Die sogenannten Shared Elements erlauben es, einzelne Report-Elemente innerhalb des BO-Repositories zu speichern und in anderen Reports wiederzuverwenden.

Abbildung 9
Neuer Eintrag in der Menüleiste „Shared Elements“
Abbildung 10
Element im Report hinzufügen durch: Rechte Maustaste, Save as Shared Element
Abbildung 11
Speichern des Elements in der Ordnerstruktur des Launchpads
Abbildung 12
Das Element erscheint nun in der Liste
Abbildung 13
Element kann nun in jeglichem Report hinzugefügt werden. Die Datenverbindung wird mit übernommen.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen WebIntelligence einsetzen und (noch) professioneller nutzen möchten oder darüber nachdenken WebIntelligence einzusetzen, nutzen Sie unsere Expertise und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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